Ulrike Weisskopf
Informationen zur Ergotherapie
Was ist Ergotherapie?
Die Ergotherapie ist eine anerkannte Heilmaßnahme, welche sowohl präventiv als auch rehabilitativ ist. Ergotherapie wird dort angewendet, wo ein Kind oder ein Erwachsener in seinen körperlichen, psychischen oder kognitiven Möglichkeiten beeinträchtigt ist.
Therapiert werden beispielsweise Störungen des Bewegungsapparates, bei der Verarbeitung von Sinnesreizen und bei der Konfliktbewältigung. Ziel ist es, die individuellen Handlungskompetenzen jedes Patienten im täglichen Leben und Beruf zu entwickeln, wiederzuerlangen und/oder zu erhalten.
Nach einer umfangreichen Diagnostik und Funktionsanalyse, wird die Behandlung unter Einsetzung von handwerklichen, gestalterischen und musischen Prozessen durchgeführt. Darüber hinaus werden in einer ganzheitlichen, aktiven Behandlung alltagsrelevante, lebenspraktische und entwicklungsfördernde Handlungen trainiert.
Außerdem werden folgende Maßnahmen durchgeführt:
- Adaption und Erprobung von Schienen und Hilfsmitteln
- Wohnraumanpassung
- Förderung von Grundarbeitsfähigkeiten
- Wahrnehmungstraining
- Arbeitsplatzgestaltung
- Beratung von Angehörigen
Ergotherapie in der Neurologie
Die Ergotherapie verfolgt das Ziel die größtmögliche Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit eines Menschen wiederherzustellen. Die Unabhängigkeit von Hilfen und Hilfspersonen im häuslichen und beruflichen Alltag zu fördern steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Wer wird ergotherapeutisch behandelt?
Menschen mit:
- Erkrankungen des Zentralnervensystems z.B. nach Schlaganfall, Tumoren, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson und entzündlichen Erkrankungen des Gehirns
- Traumen des Nervensystems z.B. nach Schädelhirntrauma, Rückenmarkläsionen, periphere Lähmungen
- degenerativen Erkrankungen des zentralen Nervensystems
- Polyneuropathien bei z.B. Diabetes
Ergotherapie in Pädiatrie
Die Grundlage für Bewegung, Sprache und Lernen, ist die richtige Aufnahme von Sinnesinformationen, ihre Weiterleitung im Nervensystem und ihre Deutung im Gehirn zum Handlungsgebrauch.
Dieser Wachstums- und Verarbeitungsprozess beginnt lange vor der Geburt, ist im frühen Kindesalter besonders rasch, setzt sich aber lebenslang fort.
Die Behandlung erfolgt nach ganzheitlichen und spielerischen Prinzipien.
Welche Kinder werden ergotherapeutisch behandelt?
Kinder mit:
- grob- und feinmotorischen Entwicklungsverzögerungen
- Konzentrationsschwäche
- minimaler cerebraler Dysfunktion
- Autismus
- angeborenen und erworbenen körperlichen und geistigen Behinderungen
- Hyperaktivität / ADS
- Lese- Rechtschreibschwäche
- Dyskalkulie ( Rechenschwäche)
- Verzögerte Sprachentwicklung
- Handlungsungeschicklichkeit
- Kommunikationsschwierigkeiten
Ergotherapie in der Orthopädie
Die Ergotherapie fördert die Erweiterung des gesamten Bewegungsausmaße aller Gelenke, sowie die Herstellung, Erprobung und Adaption von Hilfsmitteln und Schienen. Außerdem werden schmerzarme und kompensatorische Bewegungsabläufe trainiert.
Wer wird ergotherapeutisch behandelt?
Menschen mit Störungen des Bewegungsapparates z.B. bei/nach:
- Amputationen
- Querschnittslähmungen
- Dysmelien
- traumatischen und degenerativen Störungen der oberen und unteren Extremität und der Wirbelsäule
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreis






